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Architektonische Vielfalt

Die Architektur der Frankfurter Brücken sowie der Brückengebäude richtet sich gestalterisch nur nach einem wichtigen Kriterium: Wollen die Menschen gerne dort leben, arbeiten und ihre Freizeit verbringen? Ist es so gestaltet, dass die Mehrheit der Menschen sagt: „Da will ich unbedingt hin – dort will ich sein“? Gute Architektur definiert sich daraus, ob (1) die Menschen ein Gebäude als schön empfinden und (2) ob es für sie angenehm zu nutzen ist. Da es die unterschiedlichsten Empfindungen von Schönheit bzw. Ästhetik gibt, werden auf den Frankfurter Brücken auch alle Stilrichtungen, die es jemals in Frankfurt gab, berücksichtigt; und ob ein Gebäude angenehm zu nutzen ist, sieht man daran, wie begehrt es auf dem Wohnungsmarkt bzw. gewerblichen Mietmarkt ist. Das heißt, nur die Architektur wird rezipiert, die sich bewährt hat, aus allen Epochen, egal ob „modern“ oder aus früheren Zeiten. Technisch allerdings und in Bezug auf Nachhaltigkeit sind alle Bauten der Frankfurter Brücken hochmodern.

Die Themenseite GEBÄUDE & BRÜCKEN können Sie hier als PDF-Präsentation vollständig herunterladen - Präsentation Gebäude und Brücken 

Die Frankfurter Brücken sollen beispielhaft für die Stadt der Zukunft sein - und diese sollte human zum Wohlfühlen für Menschen und nicht nach abstrakten Prinzipien gestaltet werden

Wenn Gesellschaften auf eine bessere Zukunft hinarbeiten, dann haben sie ein positives Ziel vor Augen. Entsprechend positiv und voller Humanität ist auch die Architektur auf den Frankfurter Brücken. Sie ist nicht das Resultat einer Prognose, die alles Moderne gnadenlos fortschreibt, wie das häufig skizziert wird, wenn es um die Vision einer Stadt in der Zukunft geht.

Stadtplanung sollte stets bei dem beginnen, was viele Menschen nachweislich als angenehm, schön und bewohnenswert empfinden. Der beste und am wenigsten verfälschte Indikator dafür sind Miet- und Kaufpreise, wobei darauf zu achten ist, dass man Areale miteinander vergleicht, die von der Lage her gleichwertig sind und sich lediglich von der stadtplanerischen Anlage her unterscheiden.

Ein weiterer guter Indikator ist, für welche Art von Gebäuden bzw. Quartieren Menschen aus aller Welt als Touristen anreisen, um sie zu bewundern. Auch daraus sollte man stets lernen, bevor neue Areale beplant werden.

Stadtplanung sollte also immer nach Erfolgsmodellen Ausschau halten und von Vorhandenem, Erprobten lernen, anstatt zu versuchen, abstrakte „Ideen“ zu verwirklichen, die auf Visualisierungen zwar attraktiv aussehen, aber an den Menschen vorbei geplant sind.

Wenn man sich an dem orientiert, was sich bewährt hat und nachgefragt wird, dann ist das als wertvoller stadtplanerischer architektonischer Ansatz zu werten und hat nichts mit „phantasieloser Nachahmung“ zu tun.

Bei Stadtplanung und Architektur geht es nicht um die Stadtplaner und Architekten, sondern es geht ausschließlich, ohne Ausnahme nur um die Menschen, die die geplanten und erbauten Gebäude nutzen bzw. bewohnen müssen – kein anderer  Faktor zählt, egal ob bei moderner oder traditioneller Architektur

Architectura Viva Koolhaas
the future
Rem Koolhaas - oma.com
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Viele Visionen der „Stadt der Zukunft“ sind eine Fortschreibung heutiger Ballungsraum-Architektur und wirken eher bedrohlich als „fortschrittlich“ - und vor allem selten human

Lehrte Wohngebiet am Stadtpark
planquadrat - bauverein AG
Vincent Callibaut - Antismog Towers Paris 2050
V BAMBOO NEST TOWERS Callebaut Archibiotect

Selbst der positive Aspekt eines begrünten Gebäudes wird konterkariert, wenn es lediglich zum Postulat bzw. einer Fortschreibung von Ballungsraum-Ästhetik -nur in grün- wird

Die Philosophie der Architektur war weltweit über Jahrhunderte hinweg: immer das Beste aufnehmen und weiterverarbeiten

Während Architekten sich heute oftmals als kreierender Gestalter von Neuem verstehen, waren ihre Vorgänger in alten Zeiten in erster Linie Baumeister, die bemüht waren, für die Menschen  -ihre „Klienten“-  das Schönste und Beste zu bauen, was es (schon) gab. Man orientierte sich permanent an den Bauten der Altvorderen und übernahm „das Beste“ daraus – nämlich all das, was man noch als gut befand. Geändert wurde nur das, was sich aus neuen Bedürfnissen der Gesellschaft ergab oder aus neuen technischen Möglichkeiten.

Gute Architekten verstehen sich bis heute nicht als selbstreferenzielle bzw. sich selbst verwirklichende Gestalter von Neuem, sondern als dienstleistende Baumeister, für die nur zählt, ob die Menschen es lieben, in ihren Gebäuden zu leben und zu arbeiten –  oder nicht. Denn die Gestalt des Lebensraumes, in dem Menschen sich 100% ihrer Zeit bewegen (zumindest in Städten) ist ein fundamentaler Bestandteil des Lebens, der entsprechend noch „kundenorientierter“ bedient werden muss, als andere Produkt- oder Dienstleistungsbedürfnisse. Das häufig limitierende Diktat der Bauherren, kostengünstig zu bauen, sollte diese Ausrichtung auf humane (i.e. von den Menschen geliebte) Architektur nicht konterkarieren, sondern dazu beflügeln, trotzdem ästhetisch ansprechend und lebenswert zu bauen – eine Herausforderung, die ja nicht nur in der Architektur, sondern auch genau so in allen anderen Branchen gemeistert werden muss.

Gebäude rezipieren – egal wo

Skizzenbuch Architekt historisch eBay

Beispielhaft das Skizzenheft des Architekten Ernst Rambaum, der sogar im ersten Weltkrieg seine Berufsroutine gepflegt hat und die Bauten, an denen er vorbeikam, skizziert und mit nach Hause gebracht hat: "3 Jahre im Osten, Vormarsch, Etappe und Front", Tusch-, Blei- und Buntstift Zeichnungen in gebundener, gehefteter Mappe

Wenn man stets ein Ergebnis von jahrhundertelanger „Team-Vorarbeit“ früherer Architekten aufnimmt und weiter optimiert, dann entsteht automatisch die Art von Architektur, die uns als Touristen um die halbe Welt reisen lässt: Denn egal wohin wir hinreisen, es sind stets die Altbauten und alten Stadtkerne, die wir schön finden und die  – kernsaniert -  auch von der dortigen Bevölkerung am meisten zum Wohnen und Leben begehrt werden – egal ob in Marokko, China, der Türkei, Persien oder sonst irgendwo auf der Welt.

YAZD - Persia
Cody Duncan  thenomad
Fener and Balat Istambul
Askar Karimullin dreamstime
Askar Karimullin - dreamstime

Frankfurt wurde zu über 70% im Krieg zerstört, aber dennoch sind sehr viele schöne Altbauten erhalten und zeugen von dem einstigen Glanz und den begnadeten Kunsthandwerkern der Stadt.

 

Noch heute ist eine unglaubliche Vielfalt an Baustilen vertreten, angefangen beim Fachwerk, über Neo-Barock, Gründerzeit und Art Déco bis hin zum Jugendstil.

Frankfurt Am Main-Saalhof - wikipedia
Borisb17 - istockphoto
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Karsten11 - wikipedia.org - Frankfurt, Ulmenstraße 20
207 Bock Apotheke Bockenheim - www.apotheken.de
Rothenberger Holding
Epizentrum - Wikipedia
Karsten Ratzke - Wikimedia

Breite große Gebäude in der Innenstadt mit Fassaden aus hellem Sandstein  - der teurer war als der rote Main-Sandstein -  zeugen von dem Reichtum der Handels- und Finanzmetropole, die Frankfurt bereits seit Jahrhunderten war. Der wirtschaftliche Aufschwung nach dem Sieg im deutsch-französischen Krieg 1871 und der Gründung des Kaiserreiches führte zu einem Bau-Boom gigantischen Ausmaßes

Epizentrum - Wikipedia
Epizentrum - Wikipedia
Mylius - Untermainkai - Wikimedia
Roland Meinecke - Wikimedia

Schaut man sich das Baujahr der Altbauten in Frankfurt an, so stellt man fest, dass ganze Straßenzüge in wenigen Jahren entstanden sind:  Innerhalb von 30 Jahren wurden all die schönen Bürgerhäuser gebaut, in denen Wohnungen bis heute sehr begehrt sind. Faszinierend ist die unglaubliche Vielfalt der Fassaden  - und das, obgleich stets mit den gleichen Elementen gearbeitet wurde: symmetrisch angeordnete Fenster, Balkone, Dachgauben und Fassaden-schützende Ecksteine, Gesimse, Verdachungen etc.

Epizentrum - Wikimedia
Karsten Ratzke - Textorstrasse - Wikimedia
Roland Meinecke - Wikimedia

Damals gab es ebenso wie heute durchaus „Massenware“ unter den Häusern, die häufig auch vergleichsweise schlicht und schmuckarm waren – aber trotzdem auch heute noch außerordentlich beliebt sind und allein durch ihre Proportionen eine ganz besondere Schönheit aufweisen

Karsten 11 - Wikimedia
Karsten 11 - Wikimedia
Karsten 11 - Wikimedia

Die moderne Architektur in Frankfurt ist ebenfalls vergleichsweise vielfältig und einzigartig wie zum Beispiel „die Welle“ – oder sie besticht durch schlichte helle Eleganz mit Arkaden im Anbau wie der UBS-Tower

imageBroker - alamy.com
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Aber nicht nur Hochhäuser oder Bürogebäude bieten in Frankfurt faszinierende moderne Architektur

Auch bei den Ein- und Mehrfamilienhäusern gibt es die vielfältigsten Architektur-Richtungen mit Gebäuden, die zum Wohnen und Leben einladen. Sie erfüllen auch ein weiteres wichtiges Kriterium guter Architektur: Man freut sich bei ihrem Anblick, wenn man daran vorbeispaziert und würde sich auch freuen, wenn man morgens den Rollladen hochzieht und man hätte diese Gebäude beim Blick aus dem Fenster vor Augen.

 

Sind diese Bedingungen erfüllt, handelt es sich um humane –das heißt für die Menschen und ihre Sehnsüchte und Bedürfnisse geschaffene -  Architektur.

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Thomas Robbin imageBROKER - alamy.com
Schaumainkau 61
Villa mit Trümchen Liebigstrasse 53 1890
Mainzer Landstraße 46 1890

Die vielfältige Architektur Frankfurts ist größtenteils im zweiten Weltkrieg zerstört worden

Eschersheimer Landstraße 27 - 1910
Eschersheimer Landstraße 27 - 1910
Mendelsohnstraße
Unterweg 4

Aber nicht nur im Krieg ist Kulturgut zerstört worden: Auch in den Jahrzehnten danach wurden alte kunsthandwerklich hochwertige Gebäude abgerissen, um durch neue profitablere Bauten ersetzt zu werden.  

Abisag Tüllmann - Feldbergstrasse Frankfurt 1967 - bpk-archive.de
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Daher erfolgt bei 60 Prozent der Gebäude auf den Frankfurter Brücken die Rezeption von Architekturstilrichtungen aus der Zeit vor dem 2. Weltkrieg

Vierzig Prozent der Gebäude auf den Brücken hingegen sind inspiriert von moderner Architektur. Sowohl bei der Rezeption moderner Architektur als auch bei der von Altbauten beschränkt sich die Vorbildauswahl nicht auf Gebäude in Frankfurt, sondern nimmt „das Beste“ von gelungener Architektur aus ganz Europa auf.

Pulteney Bridge - wikimedia
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NotFromUtrecht - wikimedia Pulteney_Bridge
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Die Menschen lieben Brücken, auf denen sich rechts und links Gebäude befinden, wie die Pulteney Brücke in Bath, die Krämerbrücke in Erfurt, die Ponte Vecchio-Brücke in Florenz oder die Rialto-Brücke in Venedig zeigen

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Ein weiteres Thema, das die Frankfurter-Brücken-Landschaft prägt: die Statik der Brücken, die so ausgelegt sein muss, dass man Gebäude darauf errichten kann

Die Frankfurter Brücken sind statisch gesehen ein Hybrid zwischen „Brückenbau“ und „Hochbau“. Im Unterschied zu normalen Brücken müssen sie keine exorbitanten Spannweiten aushalten, was eine Erleichterung ist bei der Statik. Allerdings müssen die Frankfurter Brücken eine nicht unbeträchtliche Menge an Last tragen: die Gebäude, die Fahrzeuge und die Pflanzen samt dem Substratboden, in dem sie wachsen. Das wiederum ist stellenweise eine größere Last als das, was Fluss- und Autobahnbrücken stemmen müssen. Mit den Mitteln und Methoden moderner Statik sind die Frankfurter Brücken insgesamt allerdings eine zu bewältigende Herausforderung – es gibt statisch gesehen deutlich erstaunlichere Bauwerke, die bereits gemeistert wurden.

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Die Herausforderung bei der Statik der Frankfurter Brücken ist nicht die Last an sich, sondern der permanente Wechsel der Säulenabstände und Säulenanordnungen, die sich immer wieder mit dem Verlauf der Brücken ändern, um Einfahrten, Sichtachsen oder auch Bäume auf der Straße nicht zu beeinträchtigen.

Jeder Abschnitt der Frankfurter Brücken hat andere Biegemomente aufgrund der sich permanent ändernden Säulenanzahl und –anordnung: Das wirkt sich auf die Zahl und Größe der Gebäude aus, die darauf erbaut werden können

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Die Statik ist neben der Breite der zu überbrückenden Straße der limitierende Faktor für die Anzahl und Größe der Gebäude, die man auf einem Brückenabschnitt bauen kann: Kann man mehr Säulen stellen und ggf. den Mittelstreifen der Fahrbahn auch für Säulen nutzen, können mehr bzw. größere Gebäude darauf gebaut werden, also ein größeres Gewicht auf die Brücke gebracht werden. Können nur wenige Säulen gestellt werden, da ansonsten Einfahrten versperrt, Fahrradwege verengt, Sichtachsen für Autofahrer beeinträchtigt oder Bäume beschädigt würden, dann können manchmal trotz beträchtlicher Straßenbreite nur wenige oder gar keine Gebäude auf den Abschnitt gebaut werden und die einzige zugelassene Last sind die Fahrzeuge, Fußgänger oder zum Beispiel eine Hundewiese.

Die Straßenbreite ist ebenfalls ausschlagend dafür, wie viele Gebäude in welcher Anordnung auf einem Brückenabschnitt platziert werden können

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Brücken bieten im Gegensatz zu Baugebieten im Umland der Stadt nur einen begrenzten Bauplatz. Möchte man zusätzlich zu den Gebäuden und einem Fußgänger-Weg zwischen ihnen auch noch Transportwege entlang der Brückenoberfläche haben, so werden die Gebäude automatisch sehr schmal bzw. haben nicht viel Tiefe.

Gut geplant bieten allerdings auch schmale Grundrisse mit wenig Tiefe dennoch ein angenehmes Wohngefühl

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An manchen Stellen auf den Frankfurter Brücken müssen Häuser nicht nur schmal, sondern insgesamt klein sein, um auf ein Baufenster zu passen: Diese Minihäuser sind meist Betreiber-Kioske oder sogenannte „Tiny-Houses“

Die Architektur auf den Brücken unterliegt den Einschränkungen durch Statik und Brückenbreite – ist jedoch ansonsten abwechslungsreich gestaltbar

Jeder Quartiersabschnitt auf den Frankfurter Brücken ist verschieden und nimmt unterschiedliche Baustile aus unterschiedlichen Epochen zum Vorbild.

Dabei kommt die Inspiration nicht nur von Gebäuden in Frankfurt, sondern auch aus anderen Teilen Europas.

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Moderne Reihenhaus-Architektur ist häufig eintönig - die Häuser in Amsterdam Borneo Sporenburg hingegen wirken schön durch Abwechslung von Form, Material und Farbegestaltung und dienten daher als Inspiration für einige Reihenhäuser auf den Brücken

Exterior On Bridge Stiftung Altes Neuland Frankfurt

Entsprechend werden in Anlehnung an die Architketur in Amsterdam im Abschnitt der Brücken auf der Hanauer Landstraße Reihenhäuser ebenfalls bunt und abwechslungsreich gestaltet.  Da große Fenster im Erdgeschoss trotz Wasserbecken zu wenig Privatsphäre bieten, können dort Arbeitsbereiche für Home-Offices hingeplant werden.

EXTERIOR_2 - Stiftung Altes Neuland Frankfurt

Alternativ kann durch entsprechende Bepflanzung ein gewisser Sichtschutz für große Fensterbereiche in Erdgeschoss-Etagen hergestellt werden

Nicht nur farbenfrohe Häuserreihen aus Amsterdam, sondern auch bunte Häuser aus Frankfurt dienen als Inspiration und Vorbild

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AMSguy - Amsterdam Sporenburg Borneo - skyscrapercity.com
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Die Brücken-Reihenhäuser im Altbaustil am Baseler Platz erinnern zwar an edle Viertel in London

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Aber auch in Frankfurt gibt es vergleichbare Architektur – allerdings häufig farbintensiver durch den roten Mainsandstein an der Fassade

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In Frankfurt gibt es einige sehr schöne alte Fabrikgebäude, die sowohl am Platz der Republik als auch für die Architektur auf der Meisterbrücke in Offenbach als Vorbild dienen

Martin Debus - stock.adobe.com
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Kennst Du das Land, wo die Zitronen blühn?

Dichtete schon Goethe über Italien, und auch in der Frankfurter Architektur kam in manchen Gebäuden eine Sehnsucht nach mediterraner Ästhetik zum Ausdruck, so dass es noch heute Häuser gibt, die genau so in Italien stehen könnten und nicht  -wie bei diesen Beispielen- in der Frankfurter Innenstadt bzw. im Westend.

Epizentrum - Gutleutstrasse - WikipediaU
Epizentrum - Untermainkai - Wikipedia
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Die Sehnsucht nach der farbenfrohen Eleganz Italiens ist die Inspiration für „Little Italy“ auf den Frankfurter Brück: Über dem grauen breiten Abschnitt der Stresemann-Allee zur Friedensbrücke hin sollen Gebäude im italienischen Renaissance-Stil entstehen

Google Earth
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Dieser Sehnsucht nach farbenfrohen mediterran anmutenden Häuser wird auch in der Gebäude-Planung von Little Italy Rechnung getragen

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Nicht alle Gebäude aus Italien gab es genau so, wie sie in Little Italy geplant wurden. Vielmehr wurden verschiedene Elemente der italienischen Renaissance und des Neo-Barock anhand von unterschiedlichen Fotovorlagen aufgegriffen, um so auch losgelöst völlig neue Gebäude zu entwerfen.

Der „Palladio“ beispielsweise findet sich einmal in etwas kleinerer Ausführung als Wohnraum auf dem Türmchenplatz, und einmal etwas größer als italienisches Bio-Restaurant in Little-Italy, mit Terrassen-Ausblick auf den Main. 

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Little Italy ist auch ein schöner Ort für abendliche Spaziergänge

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Über dem Baseler Platz befinden sich Solitärbauten auf den Frankfurter Brücken mit einer anderen Bautradition aus Südeuropa: farbige Fliesenhäuser zwischen hellen dezenten Gebäuden

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Die Fliesenhäuser haben unterschiedlichste Inspirationsvorbilder, unter anderem die Cosmati-Böden aus Italien

cosmati
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Frankfurt war zwar kein Zentrum des Jugendstils, hatte aber einige eindrucksvolle Jugendstil-Bauten

Epizentrum - Frankfurt Wiesenhüttenplatz - wikimedia
Mylius- Neue Mainzer Strasse - Wikimedia
Neckarvillen Frankfurt Neckarstrasse
Neckarvillen Frankfurt Neckarstrasse

Der Jugendstil findet sich in Frankfurt meist in großen Geschäftshäusern der Innenstadt wieder und in großen öffentlichen Gebäuden wie dem Südbahnhof oder dem früheren Schumann-Theater. Kleinere Villen oder Einfamilienhäuser gab es deutlich seltener als in Darmstadt oder Wiesbaden, den Hochburgen des Jugendstils in der Nähe von Frankfurt.

Das Schumann-Theater und der Ostbahnhof wurden beide im zweiten Weltkrieg zerstört

Lediglich der Südbahnhof blieb erhalten als ein Zeugnis für den Baustil zahlreicher europäischer Bahnhöfe aus der Jugendstil-Ära

Schumanntheater
EvaK - Südbahnhof - Wikimedia
Ostbahnhof

In kleinem Maßstab gab es auch einige Jugendstil-Pavillons, von denen zwei erhalten sind in Frankfurt bzw. Höchst

Der kleine Jugendstilpavillon an der Hauptwache war eine Wartehalle für die Pferdebahn von 1895. Er wurde bei Ausbau der Straßenbahnlinien noch vor dem zweiten Weltkrieg abgebaut und an der Haltestelle Triftstraße in Niederrad wieder aufgebaut. Schon damals brachten die Frankfurter Bürger Ihre Liebe zu kleinen hübschen Pavillons mit diesem Wiederaufbau zum Ausdruck. Auf Fotografien der Haltestelle nach dem zweiten Weltkrieg ist der Pavillon allerdings leider nicht mehr an der Haltestelle Triftstraße zu sehen.

Roland Meinecke - Wikipedia
Mylius - Friedberger Anlage - Wikipedia
Mylius - Bolongarostrasse - Wikipedia

Auf den Frankfurter Brücken entsteht über dem Wendelsplatz Richtung Darmstädter Landstraße ein Jugendstilplatz mit zahlreichen kleineren Jugendstilhäusern – eine Homage an den Jugendstil in Darmstadt

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Für sämtliche Stilelemente in der Altbau-Planung für die Frankfurter Brücken wurden Fotografien aus dem Bildarchiv der Stiftung Altes Neuland Frankfurt als Vorlage genommen

Das Bildarchiv enthält zum größten Teil Fotografien von Frankfurter Altbau-Architektur, aber in Teilen auch Aufnahmen aus anderen deutschen oder europäischen Städten. Hier als Beispiel ein Auszug aus dem Bildarchiv-Abschnitt „Balustraden“.

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Fenster-Wände und Wände ohne Fenster

In großen öffentlichen Gebäuden war es im Wiederaufbau der 50er Jahre gängige Praxis, das Treppenhaus in einem runden gläsernen Gebäudeabschnitt unterzubringen. Zwei Gebäude in der Frankfurter Innenstadt sind noch heute mit diesen ungewöhnlichen Treppenhäusern zu bewundern.

Das Prinzip findet sich bereits in den 30er Jahren in der Bauhaus-Architektur – nicht nur bei Geschäftshäusern, sonder auch bei privaten Villen. Heute würde man nur die besten Räume des Gebäudes in solchen Abschnitten unterbringen.

Ob rund oder eckig – seit der Bauhaus-Ära wurden Fenster sehr viel stärker als zuvor genutzt, um ein Gebäude in seinen Abschnitten zu gliedern und zu gestalten. Fenster nahmen ganze Wände ein, während sich direkt daneben auch völlig fensterlose Bauteile befanden.

Cherry Hill in Portnall Drive UK
243 Stiftung Altes Neuland Frankfurt Senckenberg-Anlage
Andreas Praefcke - Kaiserplatz - Wikipedia

Vereinzelt wird auch dieses Prinzip beim Baustil der Frankfurter Brücken angewandt – allerdings mit deutlich mehr „Fenster-Wand“ als fensterlosen Wänden

Rainer Weisflog - Meisterhaus Dessau - imago-images.de
The round house UK
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Bei den modernen Häusern auf den Frankfurter Brücken sind zahlreiche Stilrichtungen vertreten – wobei stets das Beste aus der Zeit übernommen wird

Auch die moderne Architektur hat bereits ihre eigene Tradition, die auf den Brücken aufgegriffen wird. So findet sich auch auf dem Brückenabschnitt über der Miquellallee eine Homage an die Architektur der 50er Jahre: ein ganzes Viertel mit Gebäuden in Anlehnung an den Baustil dieser Zeit.

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Ein Beispiel: Über dem Wohnzimmer mit bodentiefen Fenstern zum Garten hin liegt das Schlafzimmer, vor dem sich ein großer überdachter Balkon befindet. Auf der anderen Seite des Hauses, das sich zur Straße hin öffnet, liegen über drei Etagen das Büro und Arbeitszimmer. Die perfekte Aufteilung für Selbstständige, die auch im Home-Office Klienten empfangen.

Post War House

Auch die Atmosphäre eines Frankfurter Areals kann als Inspiration für die Rezeption eines Baustils dienen, wie zum Beispiel hier die Container-Romantik am Frankfurter Osthafen: 

247 Schermanski.de
Paris Renfroe - Casa de Madrid

Dort entsteht das IT-College für 2000 Studenten, für die auch Ein-Zimmer-Wohnungen in Container-Architektur vorhanden sind und nicht nur große Studenten-Wohnheime.

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Paris Renfroe - Casa de Madrid

Bezahlbare Ein und Zwei-Zimmer-Wohnungen für Auszubildende und Studierende

Als Auszubildender beginnt man in vielen Branchen mit Netto-Gehältern von nur 600 Euro pro Monat, Studierende haben häufig entweder gar kein Einkommen, weil sie sich nicht für BAföG qualifizieren können (die Eltern sie aber trotzdem nicht unterstützen können), oder sie erhalten BAföG von unter 1000 Euro pro Monat. Günstiger Wohnraum ist somit dringend notwendig und kann auf den Brücken geschaffen werden in einem Stil, der zum Osthafen passt.

Container Houses 3 Floors
Container House 1 Floor

Auf den Frankfurter Brücken befinden sich auch klassische moderne Gebäude wie dieses Mehr-Generationen-Haus

Modern House

Auch extravagante moderne Gebäude finden sich auf dem Ostarm der Brücken

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Themenschwerpunkte der einzelnen Brückenquartiere finden auch in der Architektur ihren Ausdruck

Altbauten planen: Aus einem Plan viele Gebäude machen

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Bei manchen Quartieren der Frankfurter Brücken dienten Handzeichnungen als visuelle Vorlage für die Gebäudeplanung

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Bei der Planung von Quartieren auf den Frankfurter Brücken wurde mit der Variation einzelner Gebäude-Konzepte gearbeitet

Ausgehend von einem Gebäude als Inspiration –wie z.B. dem Odeon-Pavillon-  wurde ein Gebäude-Modell entwickelt: ein schmaler Pavillon mit Dachterrasse. Im nächsten Bearbeitungsschritt wurde der Entwurf vielfältig umgesetzt.

Dontworry - Odeon Frankfurt - wikipedia

Variiert wurde zum Beispiel die Fassadengestaltung in Zeichnungen

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Dabei veranschaulichen 3D-Ansichten der Zeichnungen die Planung

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Eine weitere Variationsmöglichkeit besteht in der Nutzung: Bei vielen Gebäuden kann eine gewerbliche Nutzung ebenso sinnvoll ausgestaltet werden wie eine Nutzung als Wohnraum. Entsprechend erhält dann ein Gebäude unterschiedliche Grundrisse.

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Variationen der Barriere-Freiheit

 

1,68 Prozent der Bevölkerung in Deutschland ist auf einen Rollstuhl angewiesen. Über die Hälfte der schwerbehinderten Menschen ist über 65 Jahre alt, davon dürfte rund ein Viertel in entsprechenden Einrichtungen und nicht mehr in Mietwohnungen untergebracht sein. Bleiben immernoch über 1,4 Prozent der Bevölkerung, die am aktiven Leben der Gesellschaft teilnehmen und in Mietwohnungen leben.

Hinzu kommen Menschen, die aufgrund von Gehbehinderungen ebenfalls auf Barrierefreiheit angewiesen sind. Aufgrund der immer älter werdenden Bevölkerung wird ihre Zahl in den kommenden Jahren immer weiter steigen.

Daher sind 50% aller Wohnungen auf den Brücken barrierefrei geplant. Der Grund, warum nicht alle Wohnungen barrierefrei gestaltet sind, liegt in der Größe der Brücken-Bebäude: Viele können nur dann gebaut werden, wenn sie sehr schmal oder klein geplant sind – die für Barrierefreiheit nicht genug Platz bieten.

Alle öffentlichen Einrichtungen auf den Brücken (Jugendhäuser, Hobby-Pop-Ups, Schulen, Kitas, Konzerthäuser etc.) und 100% aller Geschäfte und Dienstleister sind allesamt ebenfalls barrierefrei zu gestalten: mithilfe von Rampen an gesonderten Eingängen, Hebeliften oder Aufzügen.,

Warum sind nicht alle Gebäude komplett barrierefrei geplant?

Bei allen Gebäuden ist das Erdgeschoss barrierefrei zugänglich. Aber wollte man eine vollständig barrierefreie Gestaltung für alle Gebäude vornehmen, wie es wünschenswert wäre, stößt man auf Probleme: Denn vollständige Barrierefreiheit bedeutet bei einem Gebäude nicht nur, dass die Eingangssituation rollstuhlgerecht gestaltet sein muss, sondern dass es auch einen Innenfahrstuhl geben muss, wenn die entsprechende Wohnung sich über mehrere Etagen erstreckt. Außerdem ist nur dann vollständige Barrierefreiheit gegeben, wenn auch für Menschen im Rollstuhl ein Zugang zu sämtlichen Gäste-WCs und Terrassen vorhanden ist.

 

Die Gebäudelandschaft auf den Frankfurter Brücken ist von zwei Eigenschaften gekennzeichnet: Durch das schmale Baufeld sind viele Gebäude mit einer Innentiefe von nur 4 oder 5 Metern sehr schmal, so dass ein Innenfahrstuhl verhältnismäßig viel Platz einnehmen bzw. notwendigen Lauf- und Fluchtwegen im Weg wäre. Bäder und Toiletten –insbesondere Gästetoiletten- sind aufgrund der häufig angewandten Tiny-House-Gebäudeaufteilung unter den Treppen angebracht und selbst ohne Rollstuhl schon recht eng bemessen. Ferner ist bei der schmalen Baufeld-Breite nicht immer das Hinzufügen einer Rollstuhlrampe oder eines Mini-Aufzuges in das Hochparterre möglich. Die Hochparterre-Gestaltung ist allerdings ebenfalls aufgrund der Platzknappheit bei vielen Bauabschnitten notwendig, damit unter dem Haus die Technik angebracht werden kann, die im Haus keinen Platz hat.

 

Man könnte auf vielen Bauabschnitten keine barrierefreien Gebäude errichten, und die einzige Alternative wäre dann, diese Baufelder alle leer zu lassen, nur weil sie nicht barrierefrei bebaut werden können – was eine unsinnige Verschwendung von potenziell errichtbarem und bezahlbarem Wohnraum auf Kosten derer wäre, die nicht im Rollstuhl sitzen, aber dringend eine Wohnung benötigen. Ähnliches gilt für einen ganz kleinen Anteil der Geschäfte, Gastronomie oder Dienstleister, bei denen allerdings der EG-Zugang in jedem Fall barrierefrei ist, nur die barrierefreie Terrassen- und Innenfahrstuhl-Situation nicht immer machbar ist (auch hier sind es Tiny-House Kioske u.ä., auf die ansonsten ganz verzichtet werden müsste). Da jedoch über die Hälfte aller besonders eng geplanten Gebäude eingeschossig ist, haben Menschen im Rollstuhl auch zu fast allen „tiny“ Gebäuden der Frankfurter Brücken einen so uneingeschränkten Zugang wie alle anderen auch.

Die Lösung durch Außenaufzüge – eine Notwendigkeit auch für Gebäude im nicht-Brücken-Bestand

Auf den Frankfurter Brücken wird an allen Nicht-Wohngebäuden, die besondere Funktionen in oberen Etagen haben, aber keinen Platz für Innenfahrstühle bieten, die Möglichkeit für Außenaufzüge ausgeschöpft: Diese können dezent gläsern, satiniert oder auch als wahre Meisterstücke des Kunsthandwerks alten Fahrstühlen nachempfunden sein.

Für unsere Gebäudelandschaft in deutschen Städten wäre eine ähnliche Durchdringungsrate von Außenaufzügen, die zum Gebäude passen, wünschenswert.

Derzeit wird dies meist noch durch Mindestabstand-Vorschriften zu Nachbargründstücken hin verhindert: Wer an sein Mehrfamilienhaus einen Außenaufzug anbringen möchte, benötigt hierzu meist die Erlaubnis der Nachbar-Grundstücksbesitzer, die häufig nicht erteilt wird. Hier wäre eine Reform der baurechtlichen Vorgaben angebracht, vor allem vor dem Hintergrund einer immer älter werdenden Bevölkerung, die die Zahl der Menschen zukünftig erhöhen dürfte, die in späteren Phasen ihres Lebens auf einen Rollstuhl angewiesen sind oder zumindest einen Fahrstuhl benötigen, um noch ihre Wohnung in einer oberen Etage erreichen zu können.

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Das Eis-Café in Little Italy gibt es auch als Wohngebäude – dieses ist allerdings aufgrund der lichten Innenraum-Tiefe von 4 Metern nur mit Raumverlust barrierefrei gestaltbar

Bei Altbauten lassen sich sowohl elegante moderne Fahrstühle als auch historisch stilgerecht passende Exemplare anbauen oder einbauen, die kunsthandwerklich erstellt werden und dennoch modernen TÜV-Anforderungen genügen

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Stiftung Altes Neuland Frankfurt - Hinterhof Hamburger Allee Frankfurt

Fazit: Die Gestaltung auf den Brücken ist nicht aus einem Guß, sondern lebt von unterschiedlicher Quartiersarchitektur

 

Architektonisch sollte das gesamte Potenzial auf den Brücken ausgeschöpft werden, welches Bauabschnittgrößen und Statik zulassen: Das bedeutet, dass für ALLE Bevölkerungsgruppen passende Architektur dabei sein sollte – für jeden Geschmack und für jedes Bedürfnis.

 

Entsprechend werden Baustile aus allen Epochen aufgegriffen, sowohl aus der Baugeschichte Frankfurts, als auch aus vielen Regionen Europas. Im Vordergrund steht ausschließlich, dass die Menschen die Gebäude lieben und gerne dort ihre Lebenszeit verbringen möchten – insofern gibt es keine Begrenzungen durch fertige Gestaltungskonzepte.

 

Es ist vielmehr die Vielfalt, die zählt und auf 2 Millionen Quadratmetern Brückenfläche auch den Platz hat, sich zu entfalten.