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STADTGRÜN & NATUR

Über stark befahrenen Straßen entstehen eine Million Quadratmeter Grünfläche in Frankfurt: Wie eine grüne Lunge ziehen sich die Frankfurter Brücken durch die Stadt – ein Naherholungsgebiet mitten in der City.

Die Wasser-Infrastruktur der Brücken ermöglicht es, auch entlang des gesamten Verlaufs der Brücken das Stadtgrün zu versorgen, weite Areale von Frankfurt zu entsiegeln und es so in eine „grüne Stadt der Zukunft“ zu verwandeln.

In geschützten Bereichen auf den Brücken entstehen zudem Wildwiesen, und am Brückenkorpus werden schon beim Bau Nist- und Brutstätten eingeplant, so dass die Frankfurter Brücken auch als Trittsteinbiotope in einer vormals zerschnittenen Stadtstruktur fungieren.

Die Frankfurter Brücken schaffen eine zweite grüne Ebene in der Stadt, die vor allem den Anwohnern an vormals grauen breiten Autostraßen Zugang zu einem Park direkt vor der Haustür bietet und die Lebensqualität in weiten Teilen der Stadt maßgeblich erhöht.

Die Themenseite STADTGRÜN & NATUR können Sie hier als PDF-Präsentation vollständig herunterladen - Präsentation Stadtgrün & Natur

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Ein Park auf Brücken – verteilt wie ein Netz über die Stadt

1.000.000 Quadratmeter prächtiges Grün entstehen durch die Frankfurter Brücken – direkt darunter befinden sich stark befahrene Straßen, ähnlich wie bei der High Line von New York.

Die begrünten Flächen auf den Brücken bieten eine vielfältige Erlebniswelt, die unter anderem mit Inklusionsspielplätzen, Therapiegärten und Yoga-Wiesen, aber auch botanisch wertvollen Beeten und Gärten aufwartet. Ein ausgeklügeltes und gleichzeitig nachhaltiges Bewässerungssystem sorgt dafür, dass die grüne Brückenwelt das ganze Jahr über schön ist.

Inhalt: Ein Überblick über die Grünflächen auf den Frankfurter Brücken

 

Die Grünflächenlandschaft der Frankfurter Brücken ist abwechslungsreich gestaltet: Es gibt für die unterschiedlichsten Nutzergruppen besondere Abschnitte, die landschaftsarchitektonisch passend gestaltet sind. Durch dieses vielfältige Angebot entsteht eine bunte Erlebniswelt.

 

Die Beetplanung auf den Brücken orientiert sich nicht nur an ästhetischen Prinzipien, sondern hat auch Forschungs- und Naturschutzcharakter.

 

Die Bewässerung der Grünflächen auf den Brücken erfolgt ebenfalls umweltfreundlich und wassersparend mithilfe einer zusammenhängenden Unterflurbewässerung.

Das Ziel der Frankfurter Brücken: Mehr Naherholung in die Innenstadt bringen

Frankfurt kann durch die Beete und Wiesen auf den Brücken 1.000.000 Quadratmeter Grünfläche dazugewinnen, ohne die bestehende Stadtstruktur verändern zu müssen: Die Pflanzen auf den Brücken sorgen für ein besseres Stadtklima, indem durch Verdunstung eine angenehme Kühle entsteht - und die neuen Grünflächen eröffnen den Menschen in der Stadt Räume von ganz neuer Qualität. 

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Auf den Brücken findet sich die Landschaftsarchitektur der Zukunft

Therapiegärten, Yoga-Wiesen, Inklusionsspielplätze, Beerenpavillons und Lehrpfade sind bunt hineingemischt in die Quartiere auf den Brücken.

Die Brücken dienen als Heimweg, Joggingstrecke oder zum Spazieren und Erleben:

Für alle Bevölkerungsgruppen werden innovative und erlebnisreiche Angebote geschaffen.

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Freiraumplanung beschäftigt sich nicht nur mit Beeten, sondern mit allen Elementen im wahrnehmbaren Außenbereich

Definiert werden neben Grünflächen auch Hauptwege, Seitenwege, Straßenbeleuchtung, Sitzbänke, Wegweiser oder auch Abfalleimer: Jeder Abschnitt der Frankfurter Brücken muss im Zuge der Vorplanungsphase in dieser Form detailliert durchgeplant und hinsichtlich der Nutzerfreundlichkeit überprüft werden.

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Alle Abschnitte auf und auch unter den Brücken benötigen zudem ein eigenes Beleuchtungskonzept - unter Berücksichtigung von Sicherheitsaspekten und vor allem energiesparend und insektenfreundlich

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Die Brücken sollen alle Menschen erfreuen: Entsprechend sind sämtliche Spielplätze auf den Brücken als Inklusionsspielplätze geplant

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Selbst bei kleinen Spielplätzen mit wenig Platz sind immer auch Spielmöglichkeiten für Kinder mit Beeinträchtigungen vorgesehen

Auf den Frankfurter Brücken gibt es auch Therapiegärten für Menschen mit Behinderungen, Traumaerkrankte oder auch Menschen mit Demenz

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Therapiegärten sind komplett barrierefrei und können somit gut mit dem Rollstuhl und Rollator erkundet werden. Alle Wege sind breit gefasst und bieten in kurzen Abständen ausreichend Sitzmöglichkeiten. Die Sitzplätze im Freien sind großzügig gestaltet, teilweise überdacht und bieten viel Platz für Gruppenaktivitäten, um gemeinsam auszusäen, Stecklinge zu verarbeiten oder geerntetes Gemüse zuzubereiten.
An Hochbeeten können Besucher aus dem Rollstuhl heraus mit Pflanzen arbeiten oder Düfte und Farben hautnah erleben. Altbekanntes Gemüse und Obst sowie heimische Gehölze und Stauden oder Kräuter werden bevorzugt gepflanzt.

Treffen: Am Eingang befindet sich meist ein zentraler Platz

Treffpunkte sind zum Teil überdacht und laden mit Sitzgelegenheiten zum Verweilen ein. Tische dienen zum Picknick, und in einem Trinkwasserbrunnen können Früchte oder Kräuter aus dem Therapiegarten gewaschen werden. 

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Sehen: Beete als Freude für die Augen

Durch besonders prächtige Pflanzen wird in einem Teil des Therapiegartens den Besuchern über das ganze Jahr hinweg ein optisch schöner Bereich präsentiert, der positive Emotionen auslöst. Um ohne Wechselbepflanzung auszukommen, brauchen Gärtner hier einen guten Aspektkalender.

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Schmecken: ein kulinarisches Erlebnis

Essbare Pflanzen aller Art können hier das ganze Jahr über von den Besuchenden gepflegt, geerntet und anschließend zubereitet werden. Die Hochbeete stellen sicher, dass auch Menschen im Rollstuhl die Beete auf angenehmer Arbeitshöhe haben.

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Riechen: ein Tor zu Erinnerungen

Gerüche können uns manchmal sehr unmittelbar an Orte oder Erlebnisse aus längst vergangener Zeit erinnern. Entsprechend finden sich in Therapiegärten neben Lavendel, Salbei und vielen weiteren duftenden Pflanzen auch Blumen und Kräuter, die heute kaum noch angebaut werden, wie zum Beispiel Josefskraut, Duft-Akelei oder Heiligenkraut wieder.

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Hören: die Augen schließen und einfach entspannen

Wenn die Erschöpfung durch die Vielzahl der Sinneseindrücke überhand nimmt, kann man sich in den geschützten Bereich „Hören“ zurückziehen und die Augen schließen. Das Plätschern eines Brunnens oder das Rascheln von Zittergras sorgen ebenso wie Vogelgesang für eine schöne Atmosphäre: Durch dichte vielfältige Beerenhecken am Rand des Bereiches werden nämlich hier besonders viele Vögel angelockt.

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Fühlen: mit dem Tastsinn entdecken

In Therapiegärten halten sich auch Menschen auf, deren Augenlicht nicht oder nicht mehr so gut ist. Für sie gibt es neben dem Riechen und Hören auch den Bereich „Fühlen“, um Pflanzen unmittelbar wahrzunehmen:

Durch diverse Elemente wie Nebelanlagen, hohe weiche Gräser oder Weidenkätzchen und Pflanzen mit samtigen Blättern wird in diesem Bereich der Tastsinn besonders angesprochen.

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Schattenbeete - viele Pflanzen davon sind auch unter Bäumen geeignet

Grundsätzlich werden alle Grünflächen auf den Brücken im Detail geplant

Das Konzept auf den Brücken: Die Bepflanzung dort ist keine gewöhnliche Grünfläche, sondern besonders abwechslungsreich und vielfältig.

Für jeden Abschnitt ist eine passende Pflanzenwelt vorgesehen – die gleichzeitig ein kilometerlanges Testareal für das Stadtgrün der Zukunft sein kann.

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Prachtbeete, die mehr Wasser und Pflege benötigen

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Wildwiesen: im Herbst und Winter nicht ganz so ansehnlich, aber dringend benötigt in der Stadt

Spezielle Beetarten werden unter Umweltaspekten und im Hinblick auf Anpassung an den Klimawandel angelegt

Besondere Beetarten dürfen auf den Brücken nicht fehlen, zum Beispiel Wildwiesen, auf denen sich Artenvielfalt ohne Dünger und starke Bewässerung entfalten kann.

Auch Beete mit trockenresistenten Pflanzen dienen auf den Brücken als große Experimentierfläche für die möglichen Folgen des Klimawandels.

Dabei stellt sich für die Forschung die Frage: Sind mediterrane Pflanzen in unseren Breiten eine gute Idee oder sollte man sich auf heimische Arten fokussieren?

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Trockenresistente einheimische Überlebenskünstler

An Umweltveränderungen angepasste Bepflanzungen ließen sich früher mit den städtischen Saatgut-Datenbanken verwirklichen: eine vergessene Tradition

Bis in die 90er Jahre des letzten Jahrhunderts hatten viele Städte und Gemeinden noch eigene Stadt-Baumschulen: Diese sammelten über Jahrzehnte hinweg im Stadtgebiet das Saatgut von den Pflanzen, die sich am besten der Umgebung angepasst hatten.

Mit dieser Vorgehensweise könnte man auch heute Alternativen zum Import von mediterranen bzw. trockenresistenten nicht-einheimischen Pflanzen entwickeln: Denn auch unter den einheimischen Pflanzen in Deutschland gibt es Überlebenskünstler, die mit geringen Niederschlagsmengen oder höheren Temperaturen auskommen. Wendet man das gleiche Prinzip an, wie früher die Stadt-Baumschulen, so kann ein für die Zukunft robuster Saatgut-Pool erstellt werden.

Die Enwicklung von klimaangepasstem Stadtgrün wird vor dem Hintergrund des bereits zu spürenden Klimawandels eine immer größere Rolle spielen.  

Unsere Städte brauchen mehr Grün - und zwar differenziert geplant

Bepflanzungsprinzipien auf den Brücken

Abwechslungsreich: dadurch unterhaltsam und jeweils angepasst an viele verschiedene Zielgruppen

Lehrreich: mit aufklärenden Beschriftungen oder aufschlussreichen Erläuterungstafeln

Naturschützend: Artenvielfalt fördernd - und zwar mitten in der Stadt                                    

Forschungsrelevant: Testflächen aller Art für Institute und Universitäten

Nachhaltig: keine Wechselbepflanzung sondern dauerhafte Vegetation

Eine professionelle Beetplanung ist die Basis für Ästhetik ebenso wie Forschung

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Und mit sogenannten Aspektkalendern sorgt man für eine Zusammenstellung von Pflanzen, die das ganze Jahr über einen schönen Anblick bieten

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Die Brücken: ein einziger Dachgarten! Aber wie entstehen dort funktionierende Beete?

Das Prinzip der Brückenbepflanzung ist ähnlich wie bei einer Dachbegrünung: Die Pflanzen wachsen in einer 15 bis 100 cm hohen Substratschicht, je nach Bepflanzung.

Die größte Herausforderung auf den Brücken: Den Pflanzen alles notwendige zu bieten, ohne dass die Last zu schwer wird

Während bei herkömmlicher Erde nicht genau zu bestimmen ist, wie viel Wasser dieser letztlich speichern kann, haben spezielle Dachgartensubstrate  ein bestimmtes Wasserspeichervermögen. Ist die maximal mögliche Speichermenge an Wasser erreicht, läuft das weitere Wasser in das darunter liegende Be- und Entwässerungssystem.  Dadurch wird vermieden, dass der Pflanzboden durch zu viel Wasser für die Brücke zu schwer wird; und zum anderen ist damit gewährleistet, dass die Pflanzen nicht im Wasser stehen und faulen.

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Bäume und Einzelgehölze werden durch ein Gitter im Substrat gesichert, um in ihrer exponierten Lage bei Sturm nicht entwurzelt zu werden

Die New York Highline wird noch per Hand bewässert

Die Frankfurter Brücken hingegen haben ein Bewässerungssystem: Anders allerdings als bei herkömmlichen Dachbegrünungssystemen erhalten die Pflanzen das benötigte Wasser in Trockenzeiten nicht durch eine Tröpfchenbewässerung, sondern mittels „Unterflurbewässerung“:

 Unter der Substratschicht befindet sich eine wasserführende Schicht, die für die Be- und Entwässerung der Beete sorgt. Durch Kapillarkräfte steigt von dort das Wasser im Substrat nach oben.

Für die Frankfurter Brücken ist etwas effektiveres vorgesehen

Da die Pflanzen von unten mit Wasser versorgt werden verdunstet weniger Gießwasser an der Oberfläche. Das System lässt sich zudem kunststoffarm und damit langlebig gestalten. 

Im Vergleich zur oberflächennahen Tröpfchenbewässerung ist es weniger anfällig gegenüber äußeren Einflüssen wie z.B. Vandalismus oder Verwitterung.

Nur an wenigen Stellen wie bspw. Abhängen kommt Tröpfchenbewässerung zum Einsatz.

Geplant ist ein ausgeklügeltes Bewässerungssystem

Die Unterflurbewässerung der Frankfurter Brücken spart Wasser und ist kunststoffarm.

 Das Prinzip funktioniert ähnlich wie bei innovativen Gebäude-Begrünungen: 

Wasser umspült kleine Säulchen, die das darüber liegende Substrat tragen. 

Die kleinen Säulen sind geschlitzt, wodurch das Wasser in die Säulen gelangt und dort von einer kapillarfähigen Füllung nach oben in Richtung Substrat gesogen wird. 

Die Bewässerungstechnik der Frankfurter Brücken stellt ein zukunftsträchtiges Konzept für die Mikroplastik-freie Dachbegrünung dar

Dachbegrünung erfolgt heutzutage meist mit Kunststoff-Elementen: Wenn diese über Jahre hinweg korrodieren, können bei Starkregenereignissen ganze Fluten von Mikroplastik in die Umwelt gelangen

TU-Dresden/Jörg Singer

Wie wird die wasserführende Schicht gehalten?

Die  tragenden Elemente der Retentionsschicht bilden Säulen aus Carbonbeton, einem Verbundwerkstoff, der aus zwei Komponenten besteht:  Beton und Kohlenstoff-Fasern als Bewehrung.

Carbonbeton ist zwar deutlich teurer als Stahlbeton; aber er ist auch viermal leichter und fünf- bis sechsmal tragfähiger.

Außerdem hat er eine höhere Zugfestigkeit, wodurch für den gleichen Effekt weniger Material eingesetzt werden muss – somit ist er ressourcensparend. Hinzu kommt eine deutlich längere Lebensdauer, da Carbonbeton korrosionsbeständiger ist als herkömmlicher Stahlbeton.

Carbonbeton kann sogar beim Recycling wieder in seine Bestandteile zerlegt werden: Aber während man beim Bestandteil Beton viele Weiterverwendungsmöglichkeiten hat, gibt es derzeit noch wenige Forschungsergebnisse zum Einsatz von recycelten Carbonfasern.

Das Prinzip funktioniert ähnlich wie bei innovativer Dachbegrünung – nur kunststoffärmer und länger haltbar

Die Säulen aus Carbonbeton liegen zwischen Brückenboden und Substrat: Wasser kann sie ungehindert umspülen

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Auf den Säulen liegen Carbonbeton-Platten mit Schlitzen, durch die Regenwasser von oben in die Retentionsschicht abfließen kann

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Auch viele der Säulen selbst sind innen hohl und haben Schlitze: So kann Wasser die Steinwollfüllung (gelb) in ihnen erreichen

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Die Carbonbetonsäulen sind von innen hohl und am Rand geschlitzt. Sie werden mit Kapillar-Steinwollefasern gefüllt. Durch die Schlitze gelangt das Wasser der Retentionsschicht zur Kapillar-Steinwollefaser, die es nach oben transportiert. Dort gibt sie das Wasser an eine flächendeckende Vliesschicht ab, über der das Substrat liegt. Dieses versorgt  - ebenfalls durch die Kapillarwirkung -  den Wurzelraum der Pflanzen mit Wasser. Benötigen die Pflanzen an heißen Tagen mehr Wasser, saugen sie auch mehr Wasser aus dem Kapillarsystem nach: Unten in der Retentionsschicht wird durch ein ausgefeiltes Steuerungssystem immer genug Wasser vorgehalten. Beete mit sehr hohem Wasserbedarf werden mit mehr hohlen, Steinwolle-gefüllten Carbonbetonsäulen ausgestattet als Beete, die einen niedrigeren Wasserbedarf aufweisen.

Wasserbedürftige Schmuckbeete auf den Brücken haben mehr Carbonbetonsäulen als ein mediterranes Beet mit moderatem Wasserbedarf

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Durch selbstregulierende Kapillarkräfte kommt das Wasser vom „Unterflur“ nach oben an die Pflanzwurzeln!

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Auf den Frankfurter Brücken werden zudem begrünte Verkehrswege durch autonomes Fahren ermöglicht

Man kennt begrünte Fahrbahnen bereits von Schienenstrecken: Immer mehr Verkehrsunternehmen gehen dazu über, Gras zwischen den Schienen nicht zu entfernen, sondern sogar bewusst dort zu pflanzen. Entsiegelte Verkehrswege sind ein wichtiger Schritt auf dem Weg zur „Sponge City“.

So ähnlich wird auf den Brücken der mittlere Bereich der Fahrbahnen mit einer niedrigen Vegetation ausgestattet. Denn wenn Fahrzeuge autonom fahren, entfallen Überhol- und Bremsmanöver: Der Raum zwischen den Rädern bleibt weitestgehend unbehelligt.

Straßenbahnschienen schon heute

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Die Fahrbahnen von Morgen

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Die Unterflurbewässerung befindet sich auch unterhalb der Fahrbahn, sodass die Bewässerung des begrünten Mittelstreifens sichergestellt ist

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Fazit: Mit den Frankfurter Brücken entsteht eine grüne Erlebnis- und Naturwelt über den grauen Einfahrtstraßen Frankfurts

Die Grünflächen der Frankfurter Brücken bieten den Bürgern unterschiedlichste Erlebniswerte: Von Yoga-Wiese über  Inklusionsspielplätzen bis hin zu Therapiegärten wird jeder Abschnitt landschaftsarchitektonisch differenziert geplant.

Dabei erfolgt die botanische Planung der einzelnen Areale unter verschiedensten Aspekten: Es gibt Testbereiche für das klimaresistente Stadtgrün der Zukunft ebenso wie naturnahe Areale für geschützte Arten oder auch ästhetisch ausgefeilte Blütenbeete.

Durch das Bewässerungssystem der Frankfurter Brücken ist die Wasserversorgung ihrer Grünflächen das ganze Jahr über ohne den Einsatz von Trinkwasser sichergestellt. Die Unterflurbewässerung schützt zudem vor Verdunstungsverlusten.

Und durch den Einsatz von Carbonbetonsäulen in der Retentionsschicht ist das System auf den Brücken langlebig und kunststoffarm.

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